Die Idee zu: „Was du liebst, lass frei“

OLYMPUS DIGITAL CAMERATeil 3

 Geschmeidig erhob sich Juliano und sprang leichtfüßig von der Mauer. Mit sicheren Schritten bewegte er sich durch die Menge hindurch, den Blick dabei fest auf eine junge Frau geheftet, die etwas abseits stand.

Direkt vor ihr blieb er stehen, verbeugte sich und schenkte ihr einen galanten Handkuss.

„Oh, er hat seine Wahl getroffen!“, verkündete der Geschichtenerzähler und schmunzelte dabei leicht. Ohne ein Wort zu sagen, zog Juliano die junge Frau mit sich in Richtung seines Zeltes, und beide verschwanden darin.

„Bist du fertig? Können wir weiter?“ Irritiert blickte ich zu der Stimme. Es war mein Mann, der genauso ungeduldig wie unsere Kinder darauf wartete, dass wir endlich weitergingen.

Nun war ich es, die mit leicht zur Seite geneigtem Kopf in Richtung des Zeltes blickte. Der Vogelmann hockte unverändert auf der Mauer. Leute zogen an ihm vorbei, ohne wirklich Notiz davon zu nehmen. Von dem Geschichtenerzähler, oder der jungen Frau, war weit und breit nichts zu sehen.

Und plötzlich war mir alles klar!