Auszug aus „Was du liebst, lass frei“

Was Du liebst lass freiZehn Minuten lang verharrte die Truppe schon still und unauffällig wartend, als sich Maria unvermittelt von Juliano löste.

Die Glut, die in ihr loderte, wurde zu viel. Schwer atmend, mit Tränen in den Augen, fiel ihr Blick auf Franco und ihr wurde klar, dass sie nicht gewinnen konnte.

Vor ihrem geistigen Auge sah Maria zwei Herzen aus Glas, die zur selben Zeit am Boden aufschlugen und in tausend Stücke zersprangen.

Für einen kurzen Moment ließ sie ihren Blick ein letztes Mal über Julianos Gesicht gleiten, sog jede Kleinigkeit in sich auf. Dann drehte sie sich wortlos um, stieg in den Wagen und fuhr davon. Die Augen fest auf den Rückspiegel gerichtet, in welchem sie Juliano sehen konnte, heftig atmend, mit halb geschlossenen Augen und ausgestreckten Armen, ihren Namen flüsternd.

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Eure J.J.